Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

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Eisvogel Webcam

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Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Tafel 4: Überleben im Untergrund

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Filtermeister der Natur: Die Bachmuschel

Wer die Bachmuschel (Unio crassus) im Flussbett entdecken will, muss schon sehr genau hinsehen! Nur ihr Hinterteil guckt aus dem Gewässergrund, der Rest ihres Körpers ist tief eingegraben. Die Bachmuschel mag sehr saubere Gewässer - und sie selbst trägt einen großen Teil dazu bei, da sie unermüdlich Wasser filtert, um an ihre Nahrung zu kommen. Auf diese Weise strömen viele Liter Wasser pro Tag durch eine Bachmuschel und werden gereinigt!

 

Erwachsen werden ist kompliziert

Die erste Phase im Leben von Bach- und Flussperlmuscheln ist die schwerste: Als kleine Larven (Glochidien) werden sie vom Muttertier ins Flusswasser freigesetzt und müssen dort in kürzester Zeit auf einen geeigneten Wirtsfisch treffen, Bachmuscheln haben dabei eine gewisse Auswahl (z. B. Elritze, Groppe, Dübel), während die Flussperlmuschel nur auf Bachforelle schwört!

In den Kiemen des Fisches entwickeln sich die Larven zu einer Jungmuschel. Diese lässt sich vom Fisch fallen und gräbt sich in den Gewässergrund ein. Nach etwa fünf Jahren wandert sie an die Oberfläche des Flussgrunds und der Zyklus beginnt von neuem ...

 

Schatzmeister der Ilmenau: die Flussperlmuschel

Eigentlich ist es nur eine Form von Kalk, aber die Flussperlmuschel (Margaritifera margeritifera) macht daraus ein Kunstwerk: Schillerndes Perlmutt kleidet ihre Schalen aus und in äußerst seltenen Fällen kann man im Innern sogar eine Perle finden! In ihrer Lebensweise gleicht die Flussperlmuschel der Bachmuschel. Allerdings kommt für ihre Larven noch ein Erschwernis hinzu: Ihr einziger Wirtsfisch ist die Bachforelle!

 

Von Muschelfischern und Perlräubern

Früher hatten allein die Landesherren das Recht auf die Perlen in ihren Gewässern. Ihre Perlfischer gingen dabei sehr sorgsam mit den Tieren um: Besondere Werkzeuge konnten die Muscheln öffnen, ohne sie zu beschädigen. Perlräuber dagegen beuteten viele Muschelvorkommen gnadenlos aus. Manchmal töteten sie viele hundert Tiere, um eine einzige Perle zu finden!

 

Starke Schalen – zu schwach für diese Welt

Bach- und Flussperlmuscheln sind weltweit vom Aussterben bedroht! Für den besorgniserregenden Rückgang ist – wie so oft – der Mensch verantwortlich. Das größte Problem ist dabei die zunehmende Versandung und Verschlammung der Gewässer. Die im Bachgrund lebenden Jungmuscheln werden auf diese Weise überdeckt und ersticken. Außerdem sind viele Fließgewässer durch den Bau von Wehren und Schleusen nicht mehr durchgängig für wandernde Fische. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Muschellarve auf den richtigen Fisch trifft, sinkt!

 

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