Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

Eisvogel

Eisvogel Webcam

Eisvogel Webcam

Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Tafel 6: FFH-Gebiete

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Biologische Vielfalt

Vogelschutzgebiete + FFH-Gebiete = Natura 2000!

Im Jahre 2004 wurde die "Ilmenau mit Nebenbächen" als FFH-Gebiet anerkannt. Auch die Gerdau ist in diesem besonderen europäischen Schutzgebiet inbegriffen. FFH-Gebiete dienen der Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Europäischen Union (EU).

 

In ganz Europa haben die Länder auf der Grundlage einer Richtlinie FFH-Gebiete ausgewählt und gemeldet. Gemeinsam mit den EU-Vogelschutzgebieten bilden sie ein zusammenhängendes ökologisches Netz, das man auch Natura 2000 nennt.

In den Natura-2000-Gebieten sollen besondere Lebensräume und gefährdete Tiere und Pflanzen geschützt und entwickelt werden.

 

Bunte Vielfalt rund um die Ilmenau

Insgesamt treten im FFH-Gebiet Ilmenau über 20 verschiedene Lebensraumtypen auf, die als besonders schützenswert gelten. Der Fluss selbst hat daran nur einen kleinen Anteil, aber vom Wasser der Ilmenau hängen viele der angrenzenden Lebensräume ab. Ebenso gibt es auch ausgesprochen trockene Bereiche – kurzum: Vielfalt pur!

 

Die Gesamtfläche des FFH-Gebietes umfasst rund 54 Quadratkilometer. Zum Vergleich: Die Stadt Lüneburg ist 70 Quadratkilometer groß.

 

Naturschutz??? Darf ich dann überhaupt hier sein?

FFH-Gebiete sind nur in seltenen Fällen unberührte Naturlandschaften, sondern vielfach vom Menschen beeinflusste oder genutzte Landschaften. Mit der Meldung verpflichten sich die Länder, den ökologischen Zustand der Gebiete zu erhalten oder zu verbessern. So werden vielfältige Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt.

 

Deswegen sind FFH-Gebiete aber keine abgeschlossenen "Reservate"! Die Menschen werden nicht ausgesperrt, sondern sollen die Natur beim Wandern, Radfahren oder Kanufahren weiterhin erleben und genießen können – mit Rücksicht auf die hier lebenden Tiere und Pflanzen! Auch sind bestimmte Flächennutzungen im Gebiet weiterhin möglich.

 

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