Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

Eisvogel

Eisvogel Webcam

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Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Tafel 7: Eine Barriere aus Wasser

klein mittel groß

Der Stadtgraben von Uelzen

Der berühmte Kupferstecher Matthäus Merian fertigte im 17. Jh. eine "Karte" (Kupferstich) von Uelzen an. Sie zeigt, dass der Stadtgraben einst komplett um die Stadt herum führte und auch deutlich größer war.

 

Die Verteidigung Uelzens – mit Wasser!

Die Karte verrät es: Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) war Uelzen viel kleiner als heute und rundum von einer Stadtmauer und Wasser umgeben: Der Stadtgraben bestand damals aus drei aufeinander folgenden Gräben. Nur im Osten, wo die Ilmenau einen natürlichen Schutz bot, verlief ein einzelner Graben parallel zum Fluss. Die Kombination aus Mauer und Wasser bot einen idealen Schutz vor Angriffen.

 

Ein schützender (Fluß-)Arm

Wann und wie genau der Stadtgraben entstand, ist nicht bekannt, aber es gibt folgende Hypothese: Früher war es in der Umgebung von Uelzen wesentlich nasser als heute und die Ilmenau hatte eine Vielzahl von Nebenarmen. Da der Stadtgraben in einer deutlichen Niederung um die Stadt Uelzen herumläuft, liegt die Vermutung nahe, dass hier einst ein solcher Nebenarm der Ilmenau floss, den die Menschen schließlich zu einem Verteidigungssystem ausbauten.

 

Der Stadtgraben

Hier, kurz hinter der Katzenbuckelbrücke von Uelzen, teilt sich die Ilmenau für eine Strecke von etwa einem halben Kilometer in zwei Arme auf. Vom linken Wasserarm wiederum zweigt nach wenigen Metern ein kleiner Graben ab: der Stadtgraben. Er führt in einem Halbkreis um den Stadtkern herum und markiert die ursprüngliche Begrenzung des mittelalterlichen Uelzens. Heute kann man diesen Spuren immer noch folgen!

 

Und was übrig blieb…

In den friedlichen Jahren, die dem Ende des 30-jährigen Krieges folgten, wurde der Stadtgraben schließlich überflüssig. Zwei der drei Gräben wurden mit Erde aufgefüllt – ein einzelner blieb übrig. Heute hat der Graben keine Funktion mehr. An einigen Stellen verschwindet er sogar im Untergrund: Mit der Ausdehnung der Stadt wurden manche Häuser einfach über den Graben hinweg gebaut!

 

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