Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

Eisvogel

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Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Tafel 13: Die Heide

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Natur aus Menschenhand

Was ist die Heide eigentlich…

Die Heide ist leicht zu erkennen. Es gibt nur wenige oder gar keine Bäume, stattdessen aber Heidekrautgewächse. Diese können eine Höhe von ca. 50 cm erreichen und behalten das ganze Jahr ihre Blätter. Ursprünglich war das Gebiet der heutigen Lüneburger Heide übrigens komplett bewaldet – bis der Mensch hier tätig wurde. Heidelandschaft ist Kulturlandschaft!

 

…und wie ist sie entstanden?

Im Mittelalter war die Gegend der heutigen Lüneburger Heide nur dünn besiedelt Da die Böden nur wenig Nährstoffe enthielten, betrieben die Bauern Brandrodung, das heißt, sie brannten Wälder ab, um auf den so gewonnenen Flächen Ackerbau zu ermöglichen. In regelmäßigen Abständen zogen sie an neue Orte, wo sie den Vorgang wiederholten. Erst ab dem 11. Jahrhundert wurden die Bauern sesshaft.

 

Siedlungsnah trug auch der Holzverbrauch für Baumaterial und Befeuerung zum Verschwinden der Wälder bei. Die Lüneburger Sahne etwa verbrauchte zu ihrer Blütezeit rund 70.000 Raummeter Holz pro Jahr. Dies allein hätte jedoch nicht zur Entstehung des späteren Landschaftsbildes geführt. Als weitaus entscheidender erwies sich der Plaggenhieb ...

 

Die Plage des Plaggenhiebs

Anders als heute konnten sich die Heidebauern früher nicht einfach künstlichen Dünger kaufen: Um ihre Ackerböden zu düngen, mussten sie einer sehr mühsamen Arbeit nachgehen, dem Plaggenhieb. In entlegenen Gebieten wurde die oberste Bodenschicht abgetragen und in die Ställe gebracht. Vermischt mit dem Kot der Tiere kam dies anschließend als Dünger auf die Felder. Dort, wo der Boden abgetragen worden war, blieb eine zerstörte Landschaft zurück. Wachsen konnte hier nur, was auch mit sehr wenigen Nährstoffen auskommt – wie die Heide!

 

Aber trotzdem wird die Heide heute geschützt!

In den letzten 150 Jahren ist die Anzahl der Heideflächen sehr stark zurückgegangen. Das liegt zum einen an der Nutzung des Bodens als Ackerland und zum anderen an der Aufforstung, also dem Pflanzen von Bäumen. Da die Heide als Kulturland aber eine geschichtliche Bedeutung hat und zusätzlich vielen seltenen Tieren einen Lebensraum bietet, wird sie heute geschützt.

 

Wichtige Heide-Schützer sind dabei immer noch die Heidschnucken, die die Triebe junger Bäume fressen. Doch das allein reicht nicht aus. Deshalb sollten Heideflächen heutzutage regelmäßig mit Maschinen abgeplaggt werden.

 

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