Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

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Tafel 18: Lüneburger Landwehr

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Spuren aus der Vergangenheit

Die große Barriere

Eine Landwehr ist ein System aus dicht bepflanzten Wällen und wassergefüllten Gräben – für Fuhrwerke eine unüberwindbare Barriere! Nur an bestimmten Durchlässen kann sie passiert werden. Rund um Lüneburg wurden zwischen 1397 und 1484 drei Landwehre errichtet: Die Alte Landwehr, die Taube Landwehr und die Neue Landwehr mit einer Gesamtlänge von 25 km! Die Durchlässe wurden durch Schlagbäume, Türme und Wasserburgen gut abgesichert.

 

Das Ärgernis der fahrenden Händler

Die Lüneburger Landwehr trug trotz ihres Namens nur wenig zur Verteidigung der Stadt bei. Kleinere Räuberbanden und Raubritter konnten zwar mit Hilfe dieser Barriere aus dem Stadtgebiet ferngehalten werden, aber bei einem größeren Angriff wäre sie aufgrund ihrer enormen Ausdehnung nur schwer zu verteidigen gewesen.

 

Die Lüneburger profitierten in ganz anderer Weise von der Landwehr. 1392 erhielt die Stadt nämlich vom Landesherrn ein besonderes Recht, das Stapelrecht. Fahrende Händler mussten ihre Ware fortan mindestens drei Tage in Lüneburg anbieten ("stapeln"), ehe sie weiterfahren durften - und das sogar gegen Gebühr! Auch in krisengeschüttelten Zeiten war somit die Versorgung der Stadt gesichert.

 

Damit die Händler nicht um Lüneburg herumfahren konnten, wurden die Landwehre errichtet: Sie kreuzten alle wichtigen Umgehungsstraßen und zwangen die Händler, nach Lüneburg hereinzufahren. Dabei mussten bestimmte, zollpflichtige Straßen genutzt werden - wie bei einer Maut.

 

Entdecken Sie die Spuren der Vergangenheit:

Sehen Sie in wenigen Metern Entfernung die Erhebung im Gelände? Es sind Reste eines alten Staudammes! Der Hasenburger Bach diente früher als Verlängerung der Alten Landwehr. Indem man das Wasser mit Dämmen aufstaute, bildeten sich Stauteiche, die den Bach unpassierbar machten! Nur an wenigen Furten konnte man hinüber gelangen.

 

Eine solche alte Furt befindet sich direkt neben der Brücke über den Hasenburger Mühlenbach. Unterhalb des Forsthauses, nahe der Roten Schleuse, lassen sich außerdem die Reste einer Wasserburg (Vaßmersche Schleuse) entdecken.

 

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