Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

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Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Tafel 20: Die Geest

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Ein Gruß aus der Eiszeit

Eine Landschaft wird geboren

Das Gebiet, durch das die Ilmenau fließt, wurde am stärksten von der so genannten Saale-Eiszeit geprägt. Diese vorletzte Eiszeit begann vor über 200.000 Jahren und dauerte mehr als 70.000 Jahre! Damals schoben sich von Skandinavien her gewaltige Gletscher über Norddeutschland und brachten Geröll, Sand und Lehm mit sich.

 

In einer späten Phase der Saale-Eiszeit reichten die Gletscher bis etwa 40 km östlich von hier. Sie hinterließen dort wallartig aufgeschobene Hügel, die Endmoränen, von denen viele kleine Flüsse mit Schmelzwasser abflossen. Vom Wasser transportiertes leichteres Material wie z. B. Sand lagerte sich als Sander ab. Die vielen kleinen Flüsse vereinten sich schließlich zu einem großen Fluss.

 

Die Gletscher schmolzen endgültig ab und hinterließen ihr mitgeführtes Material: Erde, Sand, Findlinge usw. bildeten die heutigen Grundmoränen. In Senken und Mulden entstanden Seen.

 

Der Fluss wurde durch das allmählich versiegende Schmelzwasser immer schmaler, bis er schließlich seine endgültige, heutige Breite erreichte.

 

Am Rande der Geest – weißt Du, wo Du stehst?

"Geest"ist der Oberbegriff für die während der vorletzten Eiszeit entstandenen, sandhaltigen Ablagerungen durch die Gletscher. Dazu zählen Endmoränen, Grundmoränen und Sander. Diese Gebiete sind heutzutage recht mineralstoffarm und trocken: Seit über 100.000 Jahren sind sie der Auswaschung durch den Regen ausgesetzt.

 

Die "Geestkante" ist der direkte Übergang von der Geest zu einer anderen Landschaft, der Marsch. Diese flache Landschaft hat sich nach der letzten Eiszeit in der Nähe des Meeres und der angrenzenden Flüsse entwickelt: Durch den Wechsel von Ebbe und Flut wird hier fortwährend neues, fruchtbares Bodenmaterial angeschwemmt

 

Hier an dieser Stelle gibt es natürlich keine Gezeiten und deshalb auch keine Marsch. Das Gebiet um die Flussniederung wird als "Aue" bezeichnet Der steile Übergang von der Geest zu dem durch das Schmelzwasser entstandene Tal ist auf dem angrenzenden Wegabschnitt in Richtung Stadtzentrum besonders gut sichtbar!

 

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