Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

Eisvogel

Eisvogel Webcam

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Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Tafel 24: Binnendüne

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Sand ohne Meer

Ein Gruß aus der Eiszeit

Viele Binnendünen sind eiszeitlichen Ursprungs. Ihre Entwicklung begann in den Flusstälern: Mit jeder sommerlichen Schneeschmelze wurden gewaltige Wassermassen freigesetzt, die durch die Flusstäler strömten und große Mengen Sand transportierten. Und wenn die Schneeschmelze vorüber war, blieb der Sand einfach liegen. Jetzt konnte der Wind den Sand zu hohen Dünen aufwehen, wie man es sonst nur von der Küste kennt.

 

Als der Mensch den Boden forttrug

Andere Dünen sind noch jünger und gerade in der Lüneburger Heide oft zu finden. Vor 800 Jahren war das Gebiet um Lüneburg bewaldet, doch mit der Salzgewinnung in der Stadt mussten die Wälder weichen – das Holz wurde jahrhundertelang für die Befeuerung der Salzpfannen benötigt!

 

Nach dem Abholzen kam die Plaggenwirtschaft: Dabei stachen die Bauern die Heidesooden mit der oberen Bodenschicht ab und brachten sie in die Schafställe als Unterlage für die Tiere. Dabei entstand eine besondere Form von Mist, der als Dünger auf den Äckern gut geeignet war. Zurück blieb eine zerstörte Landschaft mit nacktem Sand, der vom Wind schließlich zu Dünen aufgeblasen wurde.

 

  • Pleistozäne Düne: Unter der Oberfläche einer eiszeitlichen (pleistozänen) Binnendüne findet man nicht puren Sand, sondern eine ausgeprägte Schicht der Bodenbildung, die auf das jahrtausendelange Wachsen, Absterben und Zersetzen von Pflanzen auf der Düne zurückzuführen ist.

 

  • Holoräne Düne: Neuzeitliche (holozäne) Dünen haben unter der Oberfläche nur eine dünne Schicht der Bodenbildung. Gräbt man aber tiefer, findet sich irgendwann eine zweite Bodenschicht – denn bevor die Düne aufgeweht wurde, gab es an dieser Stelle schon einmal Vegetation und damit Bodenbildung.

 

Die Bardowicker Binnendüne – ein echter Oldie

Bei einer Bohrung an der hiesigen Binnendüne konnte festgestellt werden, dass die Schicht der Bodenbildung ca. 25 cm dick ist - genauso mächtig wie in der dünenfreien Umgebung. Dies spricht dafür, dass die Bardowicker Binnendüne eiszeitlichen Ursprungs und damit über 10.000 Jahre alt ist!

 

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