Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

Eisvogel

Eisvogel Webcam

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Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Tafel 26: Der Ilmenau-Kanal

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Schnellstraße zur Elbe

Vor 200 Jahren war die Ilmenau noch ein weitgehend naturbelassenes Gewässer. Da das Ufer nicht befestigt war, konnte der Fluss über die Jahrhunderte die Landschaft frei gestalten und bescherte vor allem den Gemeinden in der Elbmarsch immer wieder große Überschwemmungen. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. begann der Mensch schließlich, der Ilmenau Grenzen zu setzen...

 

Die Elbmarsch: nass wie eine Pfütze

Nordöstlich vorn heutigen Ilmenau-Kanal erstreckt sich die Elbmarsch. Weil sie so tief liegt, ist sie ein sehr nasses Gebiet, denn Wasser sammelt sich immer am tiefsten Punkt – wie bei einer Pfütze! Von vielen Seiten her, wo das Land höher ist, strömt also das Wasser in die Marsch und kann dort nur schlecht ablaufen.

 

Der große Umbau

Vor ca. 150 Jahren begann der Mensch, die Gewässer der Elbmarsch umzugestalten: Es entstanden u.a. der Neetzekanal und der Ilmenau-Kanal (Fertigstellung 1888) mit einem System aus mehreren Schleusen, Wehren und Schöpfwerken – ein kostspieliges Mammut-Unterfangen, das die Landschaft, wie man sie kannte, völlig verändern sollte!

 

Seitdem sind die Ländereien der Elbmarsch und der Ilmenau-Niederung vor großen Überschwemmungen geschützt und können viel besser bewirtschaftet werden. Außerdem ist die Ilmenau bis Lüneburg ganzjährig schiffbar- Stauanlagen und Schleusen machen es möglich.

 

…aber schnell ist nicht immer gut!

Die Strömung eines Flusses verläuft nicht geradlinig, sondern pendelt hin und her, da das Flussbett überall Unregelmäßigkeiten aufweist. Dadurch gräbt sich der Fluss allmählich in das Ufer ein. Es entwickelt sich ein S-förmiger Verlauf und die Strömungsgeschwindigkeit nimmt ab.

 

Diese natürliche Flussdynamik lag kaum im Interesse der Wirtschaft, die den Fluss schiffbar machen will. In Folge dessen wurden in der Vergangenheit viele Flüsse begradigt. Allerdings birgt die Flussbegradigung auch gewisse Nachteile: viele Flusslebewesen drohen von der schnelleren Strömung mitgerissen zu werden. Außerdem steigt mit der höheren Fließgeschwindigkeit auch das Hochwasserrisiko!

 

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