Eisvogel

Eisvogel Webcam

Eisvogel Webcam

Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

Gefördert durch

Europa förder Niedersachsen MetropolRegion Hamburg

Start frei für den Ilmenauradweg

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Über eine neue Attraktion in der Lüneburger Heide können sich alle Fahrradfreunde freuen: Rund 120 km lang ist die Strecke des neuen Ilmenauradwegs durch die Landkreise Uelzen, Lüneburg und Harburg, die Deutschlands beliebtesten Fernradweg—den Elberadweg—mit dem Weser-Harz-Heide-Radweg verbindet. Gestartet wird wahlweise an den beiden Quellbächen der Ilmenau, in Hösseringen und Bad Bodenteich im Landkreis Uelzen, oder bei der Elbeinmündung in Hoopte (Landkreis Harburg), direkt vor den Toren Hamburgs.

Das rund 400.000,- teure Projekt, gefördert zu 80% von EU, Bund und Land über den Fördertopf „Natur erleben“ und zu 10% von der Metropolregion Hamburg, soll den Radtourismus in der Region weiter verbessern. Vor allem Kinder, Jugendliche, Familien und Schulklassen möchte man unter dem Motto „Natur erleben“ ansprechen.

Vielfalt entdecken

Eine Besonderheit: Um beim Radwegbau entlang des Naturschutzgebietes Ilmenau Eingriffe in die Natur zu vermeiden, wurde weitgehend darauf verzichtet, Wege neu zu pflastern oder zu asphaltieren. Außerdem wurden bestehende Tourismusangebote wie der „kulturhistorische Wassererlebnispfad Hardautal“ oder der Infopfad „Wasser macht’s möglich“ entlang des Elbe-Seiten-Kanals bei der Streckenauswahl genutzt. Einige Abschnitte des Ilmenauradwegs verlaufen deshalb auf Feld– oder Waldwegen und liegen nicht direkt am Flusslauf der Ilmenau. Durch die Vernetzung mit anderen Fernradwegen – dem Weser-Harz-Heide-Radweg, dem Lüneburger Heide-Radweg , dem Elberadweg oder den vom Naturschutzbund (NABU) neu geschaffenen „Wegen in die Natur“ – ergeben sich jedoch eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten bei der Routenplanung.

Angenehmer Aufenthalt

Allerlei Anstrengungen wurden unternommen, um dem Radler den Aufenthalt auf dem Ilmenauradweg möglichst angenehm zu gestalten. Derzeit legen die Bauhöfe der Orte und Samtgemeinden noch Sonderschichten ein, um die Montage der Wegweiser zu vollenden, nachdem es seitens des Herstellers zu Verzögerungen gekommen war. Die vollständige Radwegbeschilderung wird voraussichtlich erst Ende der kommenden Woche stehen. Ruhebänke und Fahrradbügel wurden bereits aufgestellt und für schlechtes Wetter Schutzhütten. An mehreren Standorten befinden sich Übersichtstafeln, die über den Radweg informieren, aber auch zeigen, wo die nächste Rastmöglichkeit ist.

Eine einzigartige Besonderheit

Rund 30 Tafeln entlang des gesamten Weges, die von Schülern und Studenten in Zusammenarbeit mit dem Schulbiologie- und Umweltbildungszentrum (SCHUBZ) Lüneburg erarbeitet wurden, informieren zu den verschiedensten Themen und Gegebenheiten im Fauna-Flora-Habitat (europäisches Naturschutzgebiet) Ilmenau. Was ist ein Auwald? Wie brütet der Eisvogel? Diese und viele andere Fragen werden kind- und familiengerecht beantwortet. Zusätzlich wurden alle Naturinformationstafeln vertont, zusätzliche Hörspiele erstellt und ebenso wie die GPS-Daten des Routenverlaufs kostenlos im Internet bereitgestellt (www.ilmenauradweg.de).

Staunenswertes entdecken

Gäste des Ilmenauradwegs entdecken bei ihrer Reise nicht nur die Heimat von Fischotter und Eisvogel. Von der mittelalterlichen Klosteranlage über blühende Heideflächen bis zu einer der größten Sonnenuhren Europas hält die Gegend allerlei Staunenswertes bereit. Uralte Orte mit historischen Fachwerkgebäuden und malerische Reetdachhäuser laden zu einer Verschnaufpause ein. Städte wie Uelzen, Lüneburg oder Winsen empfehlen sich mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Kneipen, Cafés und Restaurants auch für einen längeren Aufenthalt. Im Kurbad Bad Bevensen oder der alten Salzstadt Lüneburg stehen traditionsreiche und moderne Wellnesseinrichtungen zur Verfügung.

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