Eisvogel

FFH-Schutzgebiet Ilmenau

Eisvogel im Schutzgebiet Ilmenau

Die Ilmenau ist das bedeutendste Gewässer der Lüneburger Heide. Direkt vor den Toren Hamburgs, bei Hoopte, mündet sie in die Elbe. Unter den Elbe-Zuflüssen gilt sie als wichtigste Vertreterin des Flusstyps "Heidebach". Hinsichtlich der Pflanzen- und Tierwelt ist sie von weit überregionaler, teils europäischer Bedeutung.

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Eisvogel Webcam

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Aktuelles Bild der Eisvogel-Webcam.

Tafel 29: Ein Fahrstuhl für Wasser

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Das Schöpfwerk Laßrönne

Die Elbmarsch – Land unter

Die Elbmarsch, die sich nordöstlich des Ilmenau-Kanals erstreckt, hat eine feuchte Vergangenheit: Sie entstand während der letzten Eiszeit, als die Elbe noch viele Kilometer breiter war. Dort, wo die Ur-Elbe einst floss, haben wir heute die Marsch. Inzwischen hat sich der Fluss auf ein schmaleres Bett begrenzt, aber da die Elbmarsch so tief liegt, ist sie noch immer sehr nass.

 

In der Vergangenheit war das Wasser ein echtes Problem: Die Menschen siedelten zwar auf höher gelegenen und damit trockeneren Arealen; aber da die Ländereien ringsum nass und morastig waren, konnten manche Orte wie z. B. Echem zeitweise nur mit dem Boot erreicht werden! Auch eine landwirtschaftliche Nutzung der Gebiete war schwierig bis unmöglich. Heute ist das anders...

 

Der große Umbau

Vor ca. 150-200 Jahren begann der Mensch die Elbmarsch umzugestalten: Durch den Bau von Kanälen sollte das Wasser aufgefangen und schnell aus der Marsch in die Elbe abgeleitet werden. So entstanden der Neetzekanal (1865) und der Ilmenau-Kanal (1888) mit einem System aus mehreren Schleusen, Wehren und Schöpfwerken – ein kostspieliges Unterfangen, das die Landschaft, wie man sie kannte, völlig verändern sollte!

 

Das Schöpfwerk – wenn Wasser bergauf fließen muss

Das Schöpfwerk von Laßrönne liegt direkt an der Grenze zwischen der Marsch und dem Ilmenau-Kanal. Durch das Sieltor im Deich fließt das Wasser aus der Elbmarsch normalerweise in den Kanal ab. Aber nicht immer ist das möglich, denn hin und wieder führt die Ilmenau Hochwasser. Dafür gibt es zwei Gründe: Manchmal drückt das Wasser von der Elbe herein, die in diesem Bereich noch von den Gezeiten der Nordsee beeinflusst wird. Meist aber sorgen starke Regenfälle stromaufwärts der Ilmenau für hohe Wasserstände.

 

In beiden Fällen drückt das Wasser vom Kanal her in die Elbmarsch hinein. Zunächst wird dann das Sieltor geschlossen, so dass die Gebiete hinter dem Deich sicher vor der Überschwemmung von außen sind. Doch die Sache birgt ein Problem, denn es kommt auch kein Wasser mehr aus der Elbmarsch hinaus! Damit das Gebiet nun nicht im eigenen Wasser "absäuft", pumpt das Schöpfwerk Wasser aus der Elbmarsch in den Ilmenau-Kanal – auch wenn dort ein viel höherer Wasserstand vorliegt!

 

 

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